Wer wird mit Edulog arbeiten?

Mit dem Login von Edulog werden in den kommenden Jahren immer mehr Schülerinnen und Schüler, Lernende, Lehrpersonen und Mitarbeitende der Schulverwaltungen der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II (Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsfachschulen) arbeiten. Sie erhalten damit Zugriff auf digitale Dienste, die sie während ihrer Ausbildung verwenden, also beispielsweise auf die Online-Angebote von Lehrmittelverlagen, auf Cloud-Lösungen oder Lern-Apps. Der Edulog-Identifikator wird die Kinder und Jugendlichen während der obligatorischen Schule und auf Sekundarstufe II begleiten. In Zusammenarbeit mit SWITCH soll der Übergang zur Tertiärstufe künftig sichergestellt werden.

Wer steht hinter Edulog?

Auftraggeber von Edulog ist die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). In dieser Konferenz sind alle 26 Kantone vertreten. Edulog ist eine wichtige Massnahme der Digitalisierungsstrategie der EDK von 2018. Die Kantone tragen die Kosten für die zentrale Infrastruktur von Edulog gemeinsam. Sie bestimmen eigenständig, ob und ab wann sie sich mit ihren Schulen an Edulog beteiligen.

Im Auftrag der EDK arbeitet die Fachagentur educa.ch seit dem 1. November 2019 als Geschäftsstelle von Edulog und führt die Arbeiten zur Inbetriebnahme. Die ELCA Informatik AG baut den technischen Betrieb auf.

Wie funktioniert Edulog?

Technisch gesehen ist Edulog eine Zusammenführung von bestehenden Diensten. Dafür steht der Name «Föderation der Identitätsdienste im Bildungsraum Schweiz». Neu wird eine zentrale Infrastruktur eingerichtet. Die Kantone können ihre bestehenden Identitätsdienste (Identity Provider) an diese Infrastruktur anschliessen. Über diese Dienste stellen die Kantone (teilweise auch Gemeinden oder Schulen) heute und auch zukünftig digitale Identitäten aus. So bekommen beispielsweise die Schülerinnen und Schüler eine Art "Pass" für das digitale Lernen.

Edulog ermöglicht gleichzeitig den Zugang zu digitalen Diensten von öffentlichen und privaten Anbietern. Diese Dienstleistungsanbieter (Service Provider) sind der zweite Partner der Föderation. In den Verträgen mit den Dienstleistungsanbietern wird auch der Umgang mit den persönlichen Daten der Nutzerinnen und Nutzer von Edulog klar geregelt.

Wann startet Edulog?

Die Geschäftsstelle wird die zentrale Infrastruktur von Edulog im Herbst 2020 in Betrieb setzen. Ab dann startet der schrittweise Ausbau. Erste Kantone sehen eine Anbindung ihrer Identitätsdienste ab dem Schuljahr 2020/2021 vor und auch erste Dienstleistungsanbieter (z. B. Lehrmittelverlage) sind zu diesem Zeitpunkt mit dabei. Erste Schülerinnen und Schüler und Lernende werden also bereits im Verlauf des Schuljahres 2020/2021 über Edulog auf digitale Dienste zugreifen können.

Die Zahl der angeschlossenen Identitätsdienste (Kantone, Gemeinden oder Schulen) und der Dienstleistungsanbieter (z. B. Lehrmittelverlage) wird laufend wachsen.